DIE TERROIRISTEN

Andreas und Steffen Rings muss man eigentlich nicht mehr groß vorstellen. Das Weingut aus Freinsheim ist längst VDP-Schwergewicht – und gerade deshalb lohnt der Blick darauf, was die beiden jetzt so machen. Natürlich alles in Bio! Versteht sich!
Vielleicht ist es vor allem diese ziemlich beeindruckende Bandbreite an Terroirs, die Rings so spannend macht. Rund um Freinsheim, Kallstadt, Leistadt und Ungstein bewirtschaften die Brüder Weinberge, die geologisch kaum unterschiedlicher sein könnten: karger Kalkstein und Kalkmergel, Buntsandstein, Löss und Lehm, eisenhaltige Roterde – Terra Rossa – bis hin zu warmen Sand- und Kiesböden. Auf engem Raum wechseln damit nicht nur die Böden, sondern auch Kleinklima, Höhenlage und Ausrichtung. Rings hat also gewissermaßen einen kleinen geologischen Werkzeugkasten vor der Haustür.

Die 2025er Rieslinge zeigen ziemlich schön, wo die Reise hingeht: weniger Primärfrucht-Gedöns, mehr Herkunft, Zug und dieses angenehm ausladende Pfalz-Ding. Beim Saumagen wird’s kraftvoll, kreidig und vibrierend, der Annaberg bringt etwas mehr straffe Kühle, der Weilberg ordentlich Würze und Schmelz. Keine Weine, die um Aufmerksamkeit betteln. Die haben andere Hobbys.
Auch bei den Burgundern bleibt Rings unangenehm konsequent: Die Pinots werden unfiltriert abgefüllt und bekommen Zeit im kleinen Holz. Dazu gesellen sich mittlerweile ziemlich ernstzunehmende Chardonnay-Weine und ein lange auf der Hefe gereifter Calcaire-Sekt. Kurz gesagt: Rings kann mittlerweile ziemlich alles.
Nicht ganz zufällig wurden die Brüder 2026 vom Feinschmecker zum Winzer des Jahres gekürt. Uns interessiert aber weniger der Pokalschrank als das, was im Glas passiert: präzise, eigenständig – und meistens ziemlich sperrig genial.
Auch bei den Burgundern bleibt Rings unangenehm konsequent: Die Pinots werden unfiltriert abgefüllt und bekommen Zeit im kleinen Holz. Dazu gesellen sich mittlerweile ziemlich ernstzunehmende Chardonnay-Weine und ein lange auf der Hefe gereifter Calcaire-Sekt. Kurz gesagt: Rings kann mittlerweile ziemlich alles.
Nicht ganz zufällig wurden die Brüder 2026 vom Feinschmecker zum Winzer des Jahres gekürt. Uns interessiert aber weniger der Pokalschrank als das, was im Glas passiert: präzise, eigenständig – und meistens ziemlich sperrig genial.

NEU: Weilberg in Rot.
Rings goes Pinot. Und zwar dahin, wo man’s nicht unbedingt erwartet: in den Ungsteiner Weilberg.
Bisher war die VDP.GROSSE LAGE WEILBERG bei Rings ziemlich fest in Riesling-Hand. 2024 ändern Andy und Steffen das zum ersten Mal. Aus einer winzigen Pinot-Partie wurde ein einziges Fass separat gezogen. Macht knapp 300 Flaschen. Danach ist Schluss.
Und der Weilberg hat einiges zu erzählen: Hier steht rote, eisenhaltige Terra Rossa auf kalkigem Untergrund – ziemlich anderes Zeug als der helle Kalk von Saumagen und Felsenberg. Entsprechend kommt der Pinot auch anders um die Ecke: dunkler, würziger, erdiger, mit ordentlich Eisen im Blut.
Sauerkirsche, Hagebutte, rote Erde, dunkle Kräuter, Graphit. Dazu feines Tannin und ordentlich Zug. Kein fetter Pinot, kein Holzbrettkino – präzise, saftig und mit diesem leicht störrischen Grip, den wir an Rings so mögen.
Bisher war die VDP.GROSSE LAGE WEILBERG bei Rings ziemlich fest in Riesling-Hand. 2024 ändern Andy und Steffen das zum ersten Mal. Aus einer winzigen Pinot-Partie wurde ein einziges Fass separat gezogen. Macht knapp 300 Flaschen. Danach ist Schluss.
Und der Weilberg hat einiges zu erzählen: Hier steht rote, eisenhaltige Terra Rossa auf kalkigem Untergrund – ziemlich anderes Zeug als der helle Kalk von Saumagen und Felsenberg. Entsprechend kommt der Pinot auch anders um die Ecke: dunkler, würziger, erdiger, mit ordentlich Eisen im Blut.
Sauerkirsche, Hagebutte, rote Erde, dunkle Kräuter, Graphit. Dazu feines Tannin und ordentlich Zug. Kein fetter Pinot, kein Holzbrettkino – präzise, saftig und mit diesem leicht störrischen Grip, den wir an Rings so mögen.
Ein Fass. 300 Flaschen. Erster Jahrgang. Ziemlich geniale Premiere. Und ziemlich schnell weg, vermutlich.
Last but not least – und quasi der Grundstein des Rings’schen Erfolgs: die Weine aus internationalen Rebsorten. Das fast schon legendäre Bordeaux-Cuvée Das Kreuz hat sich im Laufe der Jahre von brachialer Konzentration in Richtung deutlich mehr Eleganz entwickelt. Woran das liegt? Der Cabernet-Franc-Anteil wurde über die Jahre erhöht, während der Merlot etwas zurückgenommen wurde. Weniger Wumms, mehr Finesse – und definitiv kein Verlustgeschäft.
Für Sparfüchse: Das Kleine Kreuz. Der Zweitwein. Und wie es bei Zweitweinen so oft ist, handelt es sich auch hier um einen echten Best Buy.
Für Sparfüchse: Das Kleine Kreuz. Der Zweitwein. Und wie es bei Zweitweinen so oft ist, handelt es sich auch hier um einen echten Best Buy.
Und nicht zugvergessen der Syrah. Kaum präsent, dafür umso rarer. Ein echtes Liebhaberstück.